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Das war die HL7 Jahrestagung 2013
Lesen Sie über unsere Jahrestagung Care connected by HL7“ (mit Fotos)
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HL7 Glossar
ACR/NEMA

American College of Radiology and the National Electrical Manufacturers Association.

1982 bildeten das ACR und NEMA eine Vereinigung zur Entwicklung eines generischen Kommunikationsstandards zur Übertragung von digitalen Bildern (DICOM: Digital Imaging and Communications in Medicine). Der aktuelle Standard (Version 3.0) definiert nicht nur die Bilddaten, sondern auch die Übertragung von Patienten-, Besuchs-, Auftrags-/Untersuchungsdaten im Kontext der Bilder. 

ADT

Admission, Discharge and Transfer (Aufnahme, Entlassung und Verlegung).

Eine HL7-Nachricht vom Typ ADT enthält demographische und aufenthaltsbezogene Daten eines Patienten.

ADT besteht aus drei Segmenten: Message Header (MSH), Patient Identification (PID) und Patient Visit (PV1) für ein Insert/Update ohne Aufforderung oder mit vorangegangener Query.

ANSI
American National Standards Institute - die nationale Standardorganisation der USA. ANSI besteht seit 1918 und Vertritt die Interessen der USA in internationalen Standardorganisationen. Viele von HL7 entwickelte Standards sind als ANSI-Standards akkreditiert worden.
ASTM

American Society for Testing and Materials. ASTM ist die größte internationale, nicht-staatliche Standardisierungsorganisation mit Sitz in den USA. Sie veröffentlicht technische Standards für Waren und Dienstleistungen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Entwicklung von standardisierten Prüf- und Analyseverfahren. Mehr als 130 Komitees entwickeln 10.000 Standards pro Jahr.

Das für medizinische Informationssysteme relevante Gremium ist ASTM Committee E3. E31 besitzt 11 Subkomitees. Subkomitee E31.13 beschäftigt sich mit Befundübertragungsstandards für das Klinisch-chemische Labor. ASTM E31 ist von ANSI akkreditiert.

Affiliate

(Wörtlich: Partner, Schwester- oder Zweiggesellschaft)

Die HL7 Affiliates sind die nationalen Vertretungen der HL7 Workgroup. HL7 hat seinen Hauptsitz in den USA, die internationale Arbeit ist im International Affiliates Committee organisiert. Die Affiliates sind ermächtigt, die Standards einzusetzen und zu promoten, die Logos zu verwenden und besitzen Stimmrecht im Ballot-Prozess. Affiliates sind Non-Profit-Organisationen und müssen eine offene Mitgliedschaft garantieren, ihre Vertreter werden in demokratischen Wahlen ermittelt.

Arden Syntax

Arden Syntax ist eine Sprache zur Repräsentation und zum Austausch von medizinischem Expertenwissen zwischen Personen, Informationssystemen und Institutionen. Arden wird Informationssystemen eingesetzt, die Entscheidungen von medizinisches Personal durch Hinweise und Warnungen unterstützen.

Die Arden-Syntax ist auch ein ANSI-akkreditierter Standard.

BAR
Add/Change Billing Account Message. Nachrichtentyp für Verrechnung und Buchungen. Durch die heterogenen Anforderungen bei Verrechnungssystemen besitzt BAR einen hohen Grad an Optionalität.
Ballot

Ein Ballot ist ein Abstimmungsverfahren in HL7. Es gibt vier Typen von Ballots mit unterschiedlicher normativer Wirkung:

1) Normativer Ballot: Für internationale HL7 Standards

2) Informativer Ballot: Für nationale Freigaben von HL7 Implementierungsleitfäden

3) Draft Standard Trial Use (DSTU) Ballot: Dient zur Freigabe von Prä-Standards, die in der Praxis evaluiert werden sollen.

4) Comment only: Dient zur Einholung von Input zu beliebigen Materialien. Keine normative Kraft.

CCOW

Die Clinical Context Object Workgroup entwickelt einen Standard zur visuellen Desktop-Integration klinischer Informationen auf Workstations.

Zwei Programme sind dann visuell integriert, wenn sich der "Kontext" (Patient, Auftrag), in dem sich der User in einem Programm bewegt, wechselweise im anderen mitändert, die Programme also "verlinkt" agieren.

CDA

Die Architektur für klinische Dokumente (Clinical Document Architecture) basiert auf dem RIM (HL7 V.3) und XML. CDA-Dokumente bestehen aus einem Header mit Metadaten und einem Body mit dem eigentlichen Inhalt. Die Spezifikation erlaubt einen Detaillierungsgrad, der in drei aufeinander aufbauenden Levels den Einsatzbedingungen angepasst werden kann.

CDA ist bereits in einigen "electronic health record"-Projekten eingesetzt. Auch für das österreichische ELGA-Projekt wurde CDA als Standard für die Dokumentenarchitektur vorgeschlagen.

CEN

Das Europäische Komitee für Normung CEN (Comité Européen de Normalisation) ist eine der drei großen europäischen technischen Normungsinstitutionen. 30 Nationen sind Mitglieder, alle EU-Staaten und weitere Europäische Staaten wie die Schweiz und  Norwegen.

Das TC 251 behandelt den Bereich Medizinische Informatik. Ein Schwerpunkt der Arbeit des TC liegt in der Entwicklung von Kommunikationsstandards. zwischen medizinischen Informationssystemen.

Das TC 224 entwickelt Standards für maschinenlesbare Karten und Lesegeräte.

Auf europäischer Ebene sind für den Bereich Telekommunikation ETSI, für Elektrotechnik CENELEC zuständig.

ClaML
Classification Markup Language (ClaML) ist eine XML-Anwendung für den Austausch von Klassifikationen. Mit ClaML können beliebige Klassifikationen und Vokabulare mit ihrer internen Struktur korrekt abgeblidet und in maschinenlesbarer Form transferiert werden. (CEN 14463:2007)
EHR

Electronic Healthcare Record: IT-System, das einen Zugriff auf alle elektronisch gespeicherten Krankenakten (oder besser "Gesundheitsdaten") von Patienten ermöglicht.

Meistens versteht man unter einem EHR ein Patienten-moderiertes System - d.h. im Gegensatz zu einem KIS, auf das Patienten keinen Zugriff haben, dann der mündige Patient in einer EHR entscheiden, welche Daten für wen sichtbar sein sollen. (--> Informationelle Selbstbestimmung)

EKVK

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) ersetzt den früher in Österreich ausgestellten Auslandskrankenschein ("Formular E-111") für die Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen bei vorübergehenden Aufenthalten (z.B. Urlaubsreisen) in EU-Mitgliedsstaaten, EWR-Staaten und der Schweiz.

Sie befindet sich auf der Rückseite der eCard.

Für die Übermittlung der Daten der EKVK wurde vom "TC Konformität & Zertifizierung" ein Implementierungsvorschlag erarbeitet. Der Vorschlag kann über den Downloadbereich heruntergeladen werden.

ELGA
ELGA ist die nationale elektronischen Gesundheitsakte in Österreich. Als Dokumentenstandard wird HL7 CDA verwendet. Weitere Informationen auf http://www.elga.gv.at 
Förderer
Der Status "Förderer der HL7 Anwendergruppe Österreich" kann Mitgliedsorganisationen verliehen werden, sie sich besondere Verdienste um den Verein erworben haben.

Die Generalversammlung entscheidet über die Zuerkennung des Titels, der vom Vorstand offiziell verliehen wird.

Als "Förderer der HL7 Anwendergruppe Österreich" kommen Mitgliedsorganisationen in Betracht, die die Arbeit des Vereins aktiv unterstützen. Voraussetzung ist die regelmäßige Entsendung von Vertretern zu nationalen oder internationalen Veranstaltungen des Vereins. Zusätzliche Kriterien sind etwa Übernahme von Reisekosten, Freistellung von Mitarbeitern für die Vereinstätigkeit etc.
HIPAA

Health Insurance Portability and Accountability Act. Zu den wichtigsten Bestimmungen des HIPAA-Erlasses zählen die Standardisierung von Dateninhalten und -formaten für die elektronische Geltendmachung von Ansprüchen oder andere administrative Prozesse, die Definition, wer unter welchen Umständen Zugriff auf individuell identifizierbare Patienteninformationen hat, die Sicherung der Rechte und Kontrolle der Patienten über ihre Daten sowie die Einrichtung von Sicherheitsbestimmungen und -verfahren hinsichtlich des Datenschutzes.

HIPAA veröffentlicht EDI-Implementierungsleitfäden

Health Level Seven International

Health Level Seven (HL7) ist eine internationale Organisation, die Standards speziell für den Austausch von Daten zwischen Computersystemen im Gesundheitswesen entwickelt.

Mit HL7 werden auch die von HL7 entwickelten Standards bezeichnet.

IHE

Integrating the Healthcare Enterprise (www.IHE.net) ist eine Initiative, die für eine Verbesserung des Datentausches in der Medizin arbeitet. IHE verwendet etablierte Standards wie HL7 oder DICOM und wendet sie in einer prozessorientierten Sicht an. Bestimmte Usecases werden detailliert als sogenannte Integrationsprofile beschrieben.

 

IHE-Conformance

Die IHE-Conformance beschreibt die Fähigkeit, in streng definierten IHE-Integrationsprofilen die Rolle von bestimmten "Actors" einzunehmen. Dies wird bei regelmäßig stattfindenden CONNECTATHONS getestet.

Die IHE-Conformance-Statements sollen verhindern, dass zwei Softwareprodukte - obwohl dieselben Standards unterstützend - nicht interoperabel sind.

IHE-Integrationsprofil

Ein IHE Integrationsprofil beschreibt typische Abläufe und Workflows innerhalb einer Domäne (Radiologie, Kardiologie, Labor...) als Set von Akteuren (Actors) und standardbasierten Interaktionen (Transactions).

Das am häufigsten verwendete und zitierte Beispiel dafür ist das Integrationsprofil "Scheduled Workflow" für die Radiologie.

Interoperabilität

Fähigkeit von Komponenten (Anwendungssystemen oder Anwendungssoftware) ohne Eingreifen von Menschen mit anderen Systemen zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren.

Stufen der Interoperabilität:

Technische Interoperabilität: I. auf Ebene der Infrastruktur, Informationstausch ist möglich

Funktionale Interoperabilität: I. auf Ebene der Syntax / Struktur, Datentausch ist möglich

Semantische Interoperabilität: I. auf Ebene der Semantik, inhaltliche Weiterverarbeitung von Daten ist möglich

Organisatorische oder Prozess-Interoperabilität: I. auf Ebene der Geschäftsprozesse

LOINC

LOINC (Logical Observation Identifiers Names and Codes) ist ein internationales System zur eindeutigen Kennzeichnung von klinischen Untersuchungen, Laborwerten, medizinischen Dokumententypen und anderen medizinischen Begriffen. Es dient vorwiegend zum Austausch und Zusammenführen von Untersuchungsergebnissen im Laborbereich. LOINC ist ein pragmatischer und effektiver Baustein für eHealth

Master Patient Index

Ein Index, der eine eindeutige Identifikation eines Patienten über mehrere Organisationen bzw. Patientenführende Systeme erlaubt.

OID

Objekt Identifikatoren (OID, Object Identifier) sind Zahlenkentten zur weltweit eindeutigen Kennzeichnung von Objekten aller Art, wie zum Beispiel Institutionen, Dokumente, Nachrichten, Zertifikate, Klassifikationen, Tabellen...

Die Form von OIDs ist eine Kette von Knoten, wobei jeder Knoten durch eine Zahl repräsentiert ist. Die Knoten sind hierarchisch aufgebaut, von jedem Knoten können durch den Knotenverantwortlichen Subknoten erstellt werden. (Siehe ISO/IEC Norm 9834/1)

Ein Beispiel: Die Österreichische Verwaltung hat die OID 1.2.40.0.10.
Notare haben datunter die Nummer 1.2.40.0.10.3.1 . Ein spezieller Notar könnte beispielsweise die OID 1.2.40.0.10.3.1.65 tragen, seine Dokumente die fortlaufende Nummer 1.2.40.0.10.3.1.65.1- und so weiter.

 

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